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Zweiter Abend

Nein, ich habe kein trockenes Holz gefunden. Es hat den ganzen Nachmittag weiter geregnet. Nicht stark, ein feines Nieseln, das sich wie Blütenstaub auf Jacke und Kapuze legt. Im Wald ist es windstill, aber sobald man den Schutz der Bäume verlässt bläst es ins Gesicht und an die Hose. Die Feuchtigkeit sammelt sich zu Nässe und wird unangenehm.

Abends suche ich mir eine windgeschützte Stelle im Wald und gehe frierend ins "Bett". Zum Abendessen gibt es drei Schokoriegel. Es ist saukalt. Mitten in der Nacht reisst die Zeltleine. Die Plane sinkt auf mich herab und wirkt wie eine zusätzliche Decke. Es wird etwas weniger kalt.

Die Gedanken kreisen. Viele Menschen reden auf mich ein. Erzählen mir ihre Probleme. Machen diese zu meinen Problem. Setzen mich unter Druck. Lasten mir ihre Probleme an. Es ist zum Kotzen.

Der Weg liegt schon vor mir, ich muss ihn nur gehen. Über das Pflaster einer alten Stadt. Vorbei an Holzhäusern mit Steinfundamenten. Viele Menschen, alle lächeln.

Mein Kopf schlägt auf und ich erwache mit Schrecken: Ich bin schon eingeschlafen! Schnell umdrehen, nicht denken, nicht denken, nicht denken.

16.4.14 09:16
 


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