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Rückblende 2

Ich weiss nichts über Yunnan. Es heisst, die Bergkette des Himalaya endet hier im Osten. Ich stehe auf dem Flugplatz, zum Gebäude geht man zu Fuss übers Rollfeld. Keine Security, kein Bodenpersonal.

Der Blick gleitet am Rollfeld entlang in Richtung Horizont. Rechts und links erheben sich Berge. Sie sind dunkel, grün, fast geheimnisvoll. In Richtung Horizont werden sie heller im Dunst. Der Himmel bildet mit seinen Graustufen einen schönen Kontrast dazu.

Zwischen der Startbahn und dem Berg-Himmel-Cocktail ist ein schmaler Streifen Vegetation gesetzt. Eine dünne Grenze zwischen von Menschenhand gestalteter Umgebung und der Natur.

Das Tal erstreckt sich nach Nord-Nordwest. Der Talboden ist schmal, an der Stelle, an der der Flughafen errichtet wurde erweitert er sich nach Westen hin, weil die Bergkette dort einen einen Bogen macht. Das Tal findet seinen Abschluss im Süden. Dort versperrt ein Brocken Stein die Sicht. Er wirkt unharmonisch in die Landschaft eingesetzt.

Das Flughafengebäude ist neu, und typisch für moderne chinesische Archtektur sehr weitläufig und kühl gehalten. Meine Mitreisenden eilen durch die Gänge, der erste weg führt, wie fast überall auf der Welt, in Richtung Abort.

Mich treffen verstohlene neugierige Blicke, jaja, ich bin die einzige Langnase hier. 

Am Ausgang wartete ein Fahrer auf mich. Er hält ein Schild mit meinem Namen hoch. In der Mitte des Nachnamens ist ihm das Schild ausgegangen, er schreibt den Rest des Namens einfach in die zweite Zeile und fügt ein "@gmx.de" an. 

Die Fahrt in die Stadt dauert knapp 45 min. Ich bin überwältigt. Die Straße ist neu, es gibt sogar eine Mautstation, die umgebende Landschaft ist sichtbar altes Kulturland. Wo die Berge Platz lassen erstrecken sich kleine Felder. Man sieht Menschen auf Ihnen arbeiten. Alte Bauernhäuser sind scheinbar chaotisch im Raum verteilt. Man erkennt die nach oben gebogenen Dachecken, rote und braune Tore in den Mauern zur Front. Verziertes Holzwerk.

Je näher die Stadt kommt, desto größer werden die Felder. Zurückweichende Bergketten geben Platz. Eine unregelmäßige Ebene zeigt sich, von leichten Dunstschleiern durchwoben. In der Ferne tauchen Silhoutten von Gebäuden auf. Auf den Äckern kümmern sich Frauen um die Pflanzungen, Männer sind nicht zu sehen.

Durch die schnell ziehenden Wolken ändert sich das Licht ständig. Die Farben werden im Minutenrhythmus durcheinandergewirbelt, der Geist zur Wahrnehmung gefordert.

Plötzlich und ohne Vorwarnung beginnt die Stadt.

26.4.14 09:04
 


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